…von Moritz (Bluesky)
Rückblick
Die vergangene Saison der Charlotte Hornets war im Vergleich zu den Vorjahren durchaus erfolgreich. Dabei sah es zunächst überhaupt nicht danach aus. Nach 18 Spielen stand das Team bei einer Bilanz von 4–14, inklusive einer Serie von sieben Niederlagen in Folge.
Doch die Hornets rissen das Ruder herum und beendeten die Saison mit 44 Siegen und 38 Niederlagen. Eine entscheidende Rolle spielte Rookie Kon Knueppel, der mit 273 erfolgreichen Dreiern die Liga anführte. Charlotte erreichte damit erstmals seit 2021-22 wieder eine positive Bilanz und qualifizierte sich für das PlayIn-Turnier, scheiterte dort allerdings am Division-Rivalen Orlando.
Offseason
Trotz des positiven Saisonabschlusses nahm das Front-Office um General Manager Jeff Peterson einige einschneidende Veränderungen vor. Die größte Überraschung war der Trade von Franchise-Gesicht LaMelo Ball zu den Minnesota Timberwolves. Im Gegenzug erhielt Charlotte unter anderem Naz Reid und mehrere Draft-Picks. Auch Miles Bridges musste gehen und wurde im Austausch für Grayson Allen, Royce O’Neale plus Draft-Kapital nach Phoenix geschickt.
Um den Abgang von Ball aufzufangen, verpflichteten die Hornets Dennis Schröder. Zudem verlängerte Coby White seinen Vertrag um drei Jahre für $74 Millionen.
Im Draft sicherte sich Charlotte mit Hannes Steinbach (#14) und Christian Anderson (#18) gleich zwei deutsche Talente.

Schlüsselspieler
Kon Knueppel hat bereits in seiner Rookie-Saison sein enormes Potenzial als Distanzschütze unter Beweis gestellt. Kann er daran anknüpfen, dürfte die Offensive der Hornets weiterhin für Unterhaltung sorgen.
Noch mehr Verantwortung wird künftig Brandon Miller übernehmen müssen. Nach dem Abgang von Ball könnte der Forward endgültig zum Gesicht der Franchise werden. Auch Local-Hero Coby White wird als Scorer und Spielmacher stärker gefordert sein.
Blick nach vorn
Die große Frage wird sein, wie schnell sich die neu zusammengestellte Mannschaft findet. Besonders der Verlust von LaMelo Balls Kreativität und Playmaking dürfte schwer zu kompensieren sein. Gleichzeitig haben die Hornets ihren Kader verbreitert und mit erfahrenen Spielern ergänzt.
Viel wird davon abhängen, ob Miller und Knueppel den nächsten Entwicklungsschritt machen und Headcoach Charles Lee eine funktionierende Offensive ohne Ball etablieren kann.
Fazit
Nach dem überraschend großen Umbruch ist Charlotte nur schwer einzuschätzen – offensiv wie defensiv. Der junge Kern ist vielversprechend, allerdings dürfte es noch etwas dauern, bis das Team sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Eine erneute Teilnahme am PlayIn-Turnier erscheint realistisch. Für einen direkten Playoff-Platz dürfte es in der starken Eastern-Conference dagegen schwer werden.
