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Kurz-Preview: Warriors

…von Marcel (Bluesky)

Rückblick
Steph Curry, Draymond Green und Jimmy Butler – ein Trio, das nach Winning-Basketball schreit. Doch spätestens nach dem Kreuzbandriss von Butler im Januar wurde es in der Bay Area ziemlich leise. Als Curry anschließend mit einem s.g. „Runner’s Knee“ ausfiel, verstummten die letzten Hoffnungen auf die Playoffs. Dass die Dubs noch Platz 10 (37-45) und somit das PlayIn erreichten, war ein schwacher Trost.

Noch nie in seiner Karriere stand Curry während einer Regular-Season seltener auf dem Feld (43). Zudem sorgte die Kuminga-Personalie bis zur Trade-Deadline für ordentlich Unruhe – für ihn kam schließlich Kristaps Porziņģis aus Atlanta und präsentierte sich recht ordentlich. Alles in allem war es eine Seuchensaison, die Phoenix im PlayIn-Finale beendete (111:96), nachdem Curry & Co. zuvor noch die Clippers mit 126:121 in den Sommerurlaub schickten.

Offseason
Die Bilder direkt nach dem Abpfiff sahen nach Abschied aus – v.a. bei Steve Kerr gab es große Fragezeichen. Mittlerweile ist klar: Der zukünftige Hall-of-Famer machte weiter. Dies entschied er wohl auch in der Hoffnung, einen der wechselwilligen Superstars an die Westküste locken zu können. Doch weder LeBron James noch Giannis Antetekounmpo streifen zukünftig das blaugelbe Jersey über. Stattdessen: More of the same: Sämtliche Rollenspieler verlängerten mit kurzen Laufzeiten – auch Green, der zwecks Cap-Flexibilität vorerst auf seine Option verzichtete. Neu im Team sind lediglich der Minivan Georges Niang, Brandon Williams sowie Rookie Yaxel Lendeborg (24) – seines Zeichen MVP der Summer-League und College-Meister.

Für ein kleines Happy-End der dann doch enttäuschenden Offseason sorgte schließlich der Chefkoch selbst: Er verlängerte für zwei weitere Jahre – inklusive Player-Option und Discount. Mit seinen mittlerweile 38 Jahren signalisierte er damit, dass er den Weg in der Bay Area wohl bis zum Ende geht.

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Schlüsselspieler
Was bleibt anderes übrig, als hier Steph Curry und Draymond Green zu nennen? Denn viel mehr Premium-Qualität besitzt der Kader nicht. Zumindest nicht in gesundem Zustand. So wird Butler wohl erst Anfang 2027 zurückkehren und Porziņģis fehlt aktuell mit Beginn des Training-Camps wegen „Health Issue“ – wie sich dessen Gesundheit auf die Saison auswirkt, kann man also nur erahnen.
Dahinter wird es also auf Brandin Podziemski und Yaxel Lendeborg ankommen.

Blick nach vorn
Man stelle sich ein gesundes Team mit Curry, Green, Butler und Porziņģis vor – ein schöner Gedanke. Nur von dem sollten sich Fans der Warriors verabschieden. So ist mit einer ähnlich mittelmäßigen Saison zu rechnen – wieder mit einem Steph Curry, der noch immer den Unterschied ausmachen kann, sofern er spielt und einem Green, der alles in die Waagschale wirft. Und Butler oder auch Moody? Beide kommen von langen Pausen zurück und niemand weiß, wie. Keine guten Vorzeichen. Interessant wird zu sehen sein, wie sich Lendeborg einfügt – immerhin einer der wenigen Athleten im Team.

Fazit
Es sollte ein letztes großes Hurra in der Bay Area geben: Nochmal einen legitimen Co-Star für Currys Ritt in den Sonnenuntergang aka Karriereende. Dass daraus nichts wurde, sorgte zwischenzeitlich für Unsicherheit – verlängert Curry oder schließt er sich nach der kommenden Saison einem anderen Team an. Er unterschrieb und mit ihm blieb nahezu das gleiche Team wie im Vorjahr – inklusive Verletzungssorgen.
Somit braucht es wohl ein mittleres Wunder, um im Frühjahr 2027 Playoff-Basketball im Chase-Center zu sehen – vom WNBA-Erfolg der Golden State Valkyries in gleicher Halle sind die Warriors aktuell auf jeden Fall weit entfernt.

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