…von Sven (Bluesky)
Rückblick
Die Cavs fuhren letzte Saison einen respektablen vierten Platz mit 52 Siegen ein. Dann gewannen die ersten beiden Playoff-Runden durch 7-Spiele-Krimis gegen die Raptors und Pistons, bis gegen bockstarke Knicks im Eastern-Conference-Finale der Tank leer war und sie überraschend deutlich mit 0:4 weggefegt wurden. James Harden und Donovan Mitchell zeigten zumindest, dass es für sie entgegen der Hater-Meinungen auch mal tief in die Playoffs gehen kann.
Offseason
Das Wichtigste war, dass sie die beiden Top-Guards Donovan Mitchell und James Harden verlängerten. Zudem wurde Peyton Watson per Sign&Trade aus Denver losgeeist – eine großartige Verpflichtung. Mario Hezonja holten sie aus Madrid wieder in die NBA.
Dazu gab es einen Overhaul bei den Rollenspielern, was die Cavs vor allem unter das Second-Apron bringen sollte: Dennis Schröder wurde leider aus Cap-Gründen nach Charlotte verschifft und gehen mussten auch Larry Nance Jr., Max Strus, Dean Wade, Oliver Sarr und Keon Ellis.
Zusätzlich neu dabei Curtis Jones, Kadary Richmond und die Rookies Khalifa Diop, Ernest Udeh, Meleek Thomas, Zack Austin und Rashaun Agee. Wer am Ende den Cut schafft, wird sich zeigen. Fakt ist: Keiner der Herren wird die Nadel für Cleveland groß bewegen. Wobei Thomas schon eine gewissen Rolle zugetraut wird.
Schlüsselspieler
Watson ist der Inbegriff eines 3&D-Wings mit enormer Länge und mit frischen 24jährigen Beinen. Er ist das Puzzleteil, das der Starting Five der Cavs noch fehlte. Zusammen mit den Elite-Defense-Duo aus Evan Mobley und Jarrett Allen beschützen jetzt 3 Monster den Korb in Cleveland. Passend dazu kommen die offensiven Juggernauts Mitchell und Harden. Sicher eine der besten Starting-Fives der Liga.
Von der Bank kommt leider nicht so viel. Hoffnung weckt Jaylon Tyson. Wenn er den nächsten Schritt macht, kann er dafür sorgen, dass das Niveau nicht ganz so doll abrutscht, wenn die Starter mal Pause brauchen. Hezonja verpflichteten sie, um feistige Blöcke zu stellen und den Guards mit seiner Erfahrung das Leben etwas leichter zu machen.
Blick nach vorn
Alles steht und fällt mit dem Guard-Duo Harden und Mitchell. Sie haben letzte Saison gezeigt, dass es mit ihnen weit in den Playoffs gehen kann. Die beiden kräftezehrenden Playoff-Runden 1 und 2 waren ein wenig viel, besonders für Opa Harden. Sollte es nach der ersten Saisonhälfte nicht nach Plan laufen, könnte besonders bezüglich Mobley und Allen Bewegung in der Teamzusammensetzung geben.

Fazit
Die letzte Saison war wie gemalt für die Meisterschaftshoffnungen der Cavs: Konstant gute Leistungen und verletzungsgeplagte Konkurrenten. Doch dieses Fenster schließt sich langsam aber sicher und ein weiteres 2016 scheint wieder unwahrscheinlicher zu werden.
Denn durch die Mega-76ers und wieder fitte Pacers sind zwei zusätzliche Contender in den Kreis der Knicks, Cavs und Pistons aufgestiegen. Jeder der fünf kann den Osten gewinnen und da haben wir die Dark-Horses wie Orlando, Boston, Toronto oder die Heat noch gar nicht in Betracht gezogen. Da den Cavs aber ein wenig die Tiefe fehlt, muss wieder alles in ihrem Sinne laufen, um sich im hart umkämpften Osten durchzusetzen.
