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Kurz-Preview: Jazz

…von Sven (Bluesky)

Rückblick
Über die letzten Jahre redet man ungern in Utah – der Blick geht gen Zukunft und endlich zogen die Jazz den Jackpot in der Draft. Damit endete eine vierjährige Tanking-Odyssee, die mit dem Abgang von Rudy Gobert und Donovan Mitchell begann.

Offseason
„Gott existiert und sie ist Mormone!“ Das war meine Reaktion in der Nacht der Draft-Lottery als klar wurde, dass die Jazz zum ersten Mal nach 46 Jahren wieder in den Top 2 wählen werden. Damit war sicher, dass entweder AJ Dybantsa (BYU-Wunderkind), Cam Boozer (Sohn von Fanliebling Carlos Boozer) oder Darryn Peterson bei den Jazz landen würden.

Letzterer war mein persönlicher Wunschkandidat – ich hätte aber mit jedem der drei leben können. Der erst 19-jährige Shooting-Guard aus Kansas hat das Zeug zum Star und wird als Secondary-Ballhandler und Scorer die Jazz von Anfang an besser machen.
Dass die Draft die entscheidende Richtungsänderung einläuten wird, zeichnete sich schon länger ab. Die wichtigste Transaktion für die nahe Jazz-Zukunft lief aber schon im Februar 2026 ab:
Utah verpflichtete  Jared Jackson Jr. – ein DPOY und NBA-First-Defensive-Teamer, der Lauri den Rücken freihält und flexibel auf der 4 oder 5 aufläuft.

Im Sommer widerstanden die Jazz der Versuchung, Walker Kessler überzubezahlen und ließen ihn via Sign&Trade nach L.A. ziehen – entschädigt wurden sie mit zwei ungeschützten Firstroundern und zwei Pick-Swaps fürstlich. Dazu schlossen sich mit Josh Green und Josh Okogie zwei gallige und lange Wings Utah an. Und die neue Center-Rotation? Mit Jusuf Nurkić (wurde verlängert), Jaxson Hayes und Mo Bamba nicht gerade NBA-Elite – aber solide genug.

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Ab- und damit auch die Hoffnung aufgegeben haben die Jazz bei Cody Williams. Dazu durften noch John Konchar und Kevin Love die Koffer packen. An sie geht ein ehrliches „Thank you for your service“ raus, aber es wird sie auch keiner wirklich vermissen.

Schlüsselspieler
Die heutige Big-Three der Jazz sind Lauri Markkanen, JJJ und Keyonte George. Gerade letzterer verpasste den letztjährigen Titel zum MIP nur, weil er tankingbedingt nicht genügend Spiele absolvierte – entschädigt wurde er mit einem dicken Vertrag im Sommer.
Die drei feilten in Finnland an ihrer Zusammenarbeit. Dort trainierten und relaxierten sie gemeinsam mit Jazz-Besitzer Ryan Smith und Headcoach Will Hardy. Es wirkte sehr familiär und zuversichtlich.

So dünn die Center-Rotation (Anpassungen nicht ausgeschlossen) ist, so stark sieht es auf dem Flügel aus: Mit Ace Bailey und Daryll Peterson steht die Zukunft schon auf dem Platz. Auch dahinter ist erfahrenes NBA-Talent vorhanden.

Blick nach vorn
Die Eckpfeiler der Jazz sind die Big-Three plus Peterson und Bailey. Der Rest der Spieler ist bei passenden Angeboten zu haben. Gekoppelt mit den unzähligen Draftpicks und dem Verhandlungstalent des Front-Offices sieht die Gegenwart und Zukunft der Jazz rosig aus.

Je nach dem, wie es spielerisch läuft, können flexibel Anpassungen links und recht gemacht werden. Ich denke, einige andere Franchises würden gern die Situation mit den Jazz tauschen. Alles kann, nichts muss.

Fazit
Alles richtig gemacht: Das PlayIn ist quasi Pflicht und auch eine Platzierung unter den Top 6 im Westen möglich, wenn eins der alten Powerhäuser schwächelt. Mit Hardy sitzt einer der jüngsten und talentiertesten Headcoaches der Liga auf der Bank und er ist richtig heiß auf Winning-Basketball. Jahr eins nach der Tanking-Era wird aufregend.

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