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Kurz-Preview: Timberwolves

…von Sebastian (Bluesky)

Rückblick
Nach zwei Conference-Finalteilnahmen in Folge muss man das Aus der Timberwolves in den Conference-Semis gegen die Spurs schon als leichte Enttäuschung verbuchen. Nachdem auch die Regular-Season leicht unter den Erwartungen geblieben war (man schloss als Sechstplazierter im Westen ab), zeichnete sich zunächst eine deutliche Leistungssteigerung in den Playoffs ab. Das Team von Chris Finch schaffte den Upset gegen die drittplatzierten Nuggets, verlor dann aber gegen Wemby & Co. in 6 Spielen.

Für das Management waren Verletzungen von Schlüsselspielern der ausschlaggebende Grund, nachdem man noch verhältnismäßig gesund durch die Regular-Season gekommen war. Bei genauerem Blick auf den Kader zeichneten sich aber Defizite ab, …

Offseason
…die man glaubt, nun adressiert zu haben. Der Bedarf auf der Aufbauposition wurde erkannt und mit LaMelo Ball entsprechendes Personal akquiriert. Ball soll den Star des Teams, Anthony Edwards, im Ballvortrag entlasten und in Szene setzen. Dass er das kann, hat der 25 Jahre alte, einmalige All-Star zuletzt bei den Hornets bewiesen – aber mit seiner Person sind auch dicke Fragezeichen verbunden (siehe unten).

Mit Ball landete auch Josh Green im kalten Norden – doch der wurde mittlerweile für John Konchar (nun in New York) und Cody Williams nach Utah weitergereicht. Zudem kam in einem Late-Offseason-Signing noch Jonathan Kuminga in die Twin-Cities.
Für Ball wurde Publikumsliebling Naz Reid nach Charlotte getradet. Ebenfalls gegangen sind Julius Randle, der in Brooklyn gelandet ist sowie Guard-Legende Mike Conley Jr. – über die Free-Agency nun in Boston. Die Leerstellen auf den BigMen-Positionen wurden bislang lediglich mit Trey Lyles kompensiert, der aus der Euro-League wieder zurück in die NBA wechselt.

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Schlüsselspieler
Ball und Edwards haben das Potenzial, die Liga als hyperpotentes Guard-Duo offensiv in Brand zu setzen. Reid, Randle und der (wahrscheinlich) für die gesamte Saison verletzungsbedingt ausfallende Donte DiVincenzo haben im vergangenen Jahr zusammen 37 Würfe pro Spiel genommen, die alle neu verteilt werden. Der Schlüsselspieler der Wolves für die kommende Saison ist jedoch – wie schon im Vorjahr – der Defensivanker Rudy Gobert. Der Stifle Tower verzeichnet seit Jahren die höchsten Win-Shares seines Teams und er war wesentlich daran beteiligt, dass die Wolves-Defense zuletzt die fünftniedrigste, effektive Feldwurfquote ihrer Gegner zugelassen hat.

Fällt der mittlerweile 34-jährige Franzose aus (was er in der Vergangenheit selten getan hat), sind die Wolves hinten eine Drehtür. Denn: Reid, Randle und DiVincenzo haben bei den Defensive-Win-Shares hinter Gobert die Plätze 2 bis 4 belegt.

Blick nach vorn
Die Wolves könnten sich durch das Upgrade auf den Guard- und Wingposition offensiv stark verbessern – jedoch nur, wenn Ball weiter an der Seriösität seines Games feilt und gesund bleibt, was in der Vergangenheit ein Problem war. Dass die Hornets ihren Star-Guard nach nur einer halbwegs gesunden und spielerisch ansprechenden Saison weggetradet haben, muss nicht unbedingt eine Red Flag sein…aber rötlich leuchten tut es trotzdem. Jonathan Kuminga muss zudem beweisen, dass er mehr sein kann, als nur ein Versprechen in die Zukunft.

Die Wolves haben klare Defizite auf den BigMen-Positionen hinter Gobert, die vom bestehenden Personal abgedeckt werden müssen. Ob Veteran Lyles, Youngster Beringer oder die Rookie-Forwards Jefferson (#28) oder Kaufman-Renn (# 59) das in diesem Jahr können, mag man bezweifeln.
Da würde ein Kevin Garnett von damals definitiv helfen, dessen Jersey am 28. Februar 2027 unter die Hallendecke vom Target Center gezogen wird.

Fazit
Gesundes Personal vorausgesetzt, sollte ein tiefer Playoff-Run wiederholt möglich sein. Aber: Die Verstärkungen auf den Guard- und Wingpositionen hat man gegen ein großes Loch auf den BigMen-Positionen eingetauscht.

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