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Kurz-Preview: Suns

…von Jonathan (Bluesky)

Rückblick
Die Phoenix Suns waren vielleicht DAS Überraschungsteam der vergangenen Saison. Besitzer Mat Ishbia hatte vor Saisonbeginn noch genauso lauthals wie großspurig Playoffs und Top-Defense versprochen – und hielt tatsächlich Wort. Unter Rookie-Coach Jordan Ott wurde immenser Druck in der Defense ausgeübt und das offensive Brett gecrasht, während man ansonsten auf einen Mix aus Devin Bookers Creation und eine Menge Dreier vertraute – und mit 45 Siegen deutlich besser abschneiden konnte, als noch mit Kevin Durant und Bradley Beal in der Vorsaison.

So gut die Vision von GM Brian Gregory in der Regular-Season noch aufging, so schnell war es gegen die amtierenden Champs aus OKC dann in der ersten Runde auch vorbei. Unabhängig davon schauten Fans dem Team um Hustlern wie Collin Gillespie, Jordan Goodwin und Mark Williams endlich wieder gerne zu. Der “Gestank im Lockerroom” der Vorsaison, wie Brooks es unlängst auf Instagram nannte, war endlich verflogen.

Offseason
Obwohl Phoenix auf absehbare Zeit über notorisch wenig Draft-Kapital verfügt, konnte das Front Office durch einige kleine Moves für den 30. Pick traden und diesen für Arizona-Freshman Koa Peat nutzen, der nicht nur ein Local Kid ist, sondern auch etwas Talent in den Front-Court bringt – nur leider keinen Distanzwurf.

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In der Free-Agency gelang dann das Kunststück, Collin Gillespie, Mark Williams und vor allem Jordan Goodwin zu vergleichsweise günstigen Bezügen langfristig zu halten und damit die liebgewonnene, neue Identität des Teams zu bewahren.
Die vorzeitige Verlängerung für Brooks war erwartbar, der nicht nur als neuer Leader der bissigen Mentalität gilt, sondern offensiv ein Career Year aufs Parkett gelegt hatte.

Statt dem hauptsächlich verletzten, nie ganz ins System passenden Jalen Green per Trade loszuwerden, investierte Gregory dann den just zum Trade verfügbar gewordenen 2033er First Round Pick – komplett ungeschützt – in einem Trade für Miles Bridges, der (vielleicht zufällig, vielleicht nicht…) wie Ishbia, Gregory und Ott ein Michigan State Spartan ist. Neben des fragwürdigen basketballerischen Fits bringt Bridges einen mehr als unschönen Fall von häuslicher Gewalt in der Vita mit nach Phoenix.

Dass man im selben Trade die zwei der drei besten Shooter des Teams – Grayson Allen und Royce O’Neale – nach Charlotte schickte, lässt den Deal endgültig mies erscheinen. Luke Kennard trifft zwar regelmäßig traumhafte Quoten von Downtown, wird das Volumen von Allen und O’Neale aber keineswegs ersetzen können.

Schlüsselspieler
In der Konsequenz kann man den Backups Gillespie, Goodwin, Kennard/Dunn, Fleming/Peat, Maluach/Ighodaro durchaus mehr abgewinnen als der neuen Starting-Five, welche es schwer haben wird, den erfolgreichen Stil der letzten Saison aufrecht zu erhalten. Wer auf der Fünf starten wird, ließ Coach Ott zuletzt offen, wird aber entscheidend sein.

Oso Ighodaro hatte letzte Saison als Teilzeit-Starter seinen Breakout (und wurde nun fair dafür bezahlt), ist offensiv aber extrem ungefährlich, während Sophomore Khaman Maluach mit seinen Leistungen in der Summer-League einen Breakout als dominanter Rimprotector und Rebounder angedeutet hat. Offensiv wird keiner den mit einer Schulterverletzung monatelang ausfallenden Williams ersetzen können. Defensiv sind beide auf ihre Art jedoch deutlich besser.

Blick nach vorn
Offensiv wird viel davon abhängen, ob Booker noch ein Top-20-Spieler ist, Brooks seine Quoten wiederholen kann, Green doch noch einen guten von einem schlechten Wurf unterscheiden können wird und Bridges zwar anders, aber doch ähnlich gut wie die verlorenen Shooter helfen kann…

Fazit
Dass Phoenix erneut 45 Siege – oder gar mehr – erreichen wird, bleibt in der NBA Post-Lottery-Reform allerdings fragwürdig. Komplett aus den PlayIn-Rängen zu fallen, wäre angesichts fehlender Assets für die Zukunft, der Tiefe des Rosters, wie teuer dieses ist und auch der Konkurrenz im Westen enttäuschend.

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