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Kurz-Preview: Bucks

…von Nils (Bluesky)

Rückblick
Die Saison 2025-26 war für Milwaukee bereits ein deutlicher Vorgeschmack auf das, was kommen sollte. Die Bucks beendeten die Regular-Season mit 32 Siegen und 50 Niederlagen und verpassten damit die Postseason. Besonders ernüchternd waren die Zahlen auf beiden Seiten des Courts: Milwaukee erzielte nur 110.6 Punkte pro Spiel – Platz 29 der NBA – und kassierte gleichzeitig 116.8 Punkte. Die Defensive rangierte sogar auf Platz 27. Giannis konnte also längst nicht mehr alleine kaschieren, dass der Kader um ihn herum nicht mehr auf Championship-Niveau war.

Offseason
Am 06.07.2026 wurde der schon länger im Raum stehende Trade offiziell: Giannis Antetokounmpo und Bobby Portis wechselten nach Miami – im Gegenzug erhielten die Bucks Local-Hero Tyler Herro, Jaime Jaquez Jr., Kel’el Ware, Kasparas Jakučionis, Nate Ament und Draftpicks.

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Der Trade ist das Herzstück der Buck‘schen Offseason und ein klares Signal: Es wurde nicht versucht, Giannis‘ Rolle eins zu eins zu ersetzen. Stattdessen wurde ein Kader zusammengestellt, der deutlich jünger, tiefer und langfristig flexibler sein soll. Mit Tyler Herro kommt ein 26-jähriger Guard, der sofort offensiv Verantwortung übernehmen kann. JJJ bringt Vielseitigkeit und physische Präsenz auf den Flügel, Ware ist mit seinen 22 Jahren ein interessanter junger Big-Man. Nate Ament und Brayden Burries, den Milwaukee an zehnter Stelle des Drafts auswählte, sind vielversprechende Rookies.

Auch auf der Trainerbank hat sich einiges verändert. Nach der Trennung von Doc Rivers übernahm Taylor Jenkins das Team. Für den neuen Headcoach geht es darum, eine komplett neue Identität zu etablieren.

Schlüsselspieler
Auf Tyler Herro wird viel Druck liegen: Der ehemalige SMOY kommt aus Miami mit reichlich offensiver Qualität, wird in Milwaukee allerdings eine andere Rolle einnehmen – bei den Bucks ist er nicht mehr nur explosiver Scorer, sondern selbst Teil des Fundaments. Er wird den Ball häufiger in den Händen haben, Verantwortung in der Crunchtime übernehmen und zeigen, dass er eine Mannschaft zumindest in die Nähe der Playoffs führen kann.

Neben Herro wird Myles Turner wichtig, gleichzeitig vielleicht eine der größten Unbekannten in Milwaukee. Als Center, der den Ring beschützt und Gefahr von außen ausstrahlt, kann er ein fester Anker der neuen Identität werden.
Oder aber er ist auch schneller Teil von Tradegerüchten als man Turner sagen kann, weil die Bucks auf Ware bauen und sehen wollen, was sie an geeigneten Spielern noch für Turner bekommen können.
Der erwähnte Burries muss ebenfalls genannt werden: Der Guard bringt Größe, Athletik und Playmaking mit und könnte bereits früh eine größere Rolle bekommen.

Blick nach vorn
Damit kommen wir zur großen Frage: Was wollen die Bucks 2026-27 sein? Ein Playoff-Team? Ein PlayIn-Team? Oder eine Mannschaft, die bewusst ein, zwei Jahr(e) zurückgeht, um danach wieder anzugreifen? Die Wahrheit liegt im absoluten Idealfall irgendwo in der Mitte.
Milwaukee besitzt mit Herro, Turner, JJJ, Burries & Co. durchaus genug Qualität, um in einzelnen Spielen richtig gefährlich zu sein. Aber der Osten ist tief. Ohne Giannis fehlt der Spieler, der Dir auch an einem schlechten Abend 35/15/6 und etliche Stopps liefern kann.

Einer der Vorteile des Giannis-Trades liegt somit nicht unbedingt im aktuellen Kader. Er liegt in den zusätzlichen Draft-Assets, die Milwaukee bekommen hat. Das macht die nächsten Jahre mindestens genauso interessant wie die anstehende Saison.

Fazit
Es fühlt sich beinahe surreal an: Wenn die Bucks 2026-27 den Court betreten, wird Giannis Antetokounmpo nicht mehr dabei sein. Der Spieler, der Milwaukee über ein Jahrzehnt geprägt hat, ist Geschichte. Und trotzdem muss das für die Bucks kein Untergang sein – es ist ein Neustart.

Die Bucks haben gestandene Spieler (bekommen), die direkt übernehmen können und einige Jungprofis mit sehr viel Entwicklungspotenzial sowie einen neuen Headcoach – es gilt also, eine neue Identität zu schaffen und das wird Zeit brauchen. Deshalb werden die Bucks sehr wahrscheinlich weit unten im NBA-Tableau landen, das ist vorerst aber kein Problem. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Werden sie am Ende dieser Saison wissen, wohin ihre Zukunft führt?
Der griechische Freak ist Geschichte, jetzt müssen die Bucks herausfinden, wer sie ohne ihn sein wollen.

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