…von Marcel (Bluesky)
Rückblick
Als Kevin Durant im vergangenen Sommer nach Houston wechselte, war der Hype groß. Und auch die Erwartungen stiegen – beides erhielt wenige Wochen vor Saisonbeginn allerdings einen herben Dämpfer: Fred VanVleet verletzte sich derart schwer, dass er die gesamte Saison ausfallen würde.
Ohne klassischen Spielmacher verlief die Saison 2025-26 daher ernüchternder als erhofft. Als dann noch Steven Adams Ende Januar für den Rest der Spielzeit ausfiel, wurde es auch unter dem Brett dünn.
Am Ende belegten die Rockets Platz fünf (52-30) im Westen und scheiterten zum zweiten Mal in Folge bereits in der ersten Playoff-Runde – diesmal mit 2:4 an den L.A. Lakers.
Offseason
Das Front-Office in Houston setzte auf Kontinuität statt auf den nächsten Blockbuster – wobei das ein oder andere Gerücht da war.
Für jeweils fünf weitere Jahre wurden die Arbeitspapiere von Amen Thompson ($208 Millionen) und Tari Eason ($81 Millionen) verlängert. Zudem stießen mit Marcus Smart und Bogdan Bogdanović zwei äußerst erfahrene Akteure mit gefragten Qualitäten zum Team – mal für die Defensive, mal für die Offensive. Besonders wichtig sind aber die Rückkehrer VanVleet und Adams.

Schlüsselspieler
Kevin Durant bleibt trotz seines hohen Alters (38) der offensive Ankerpunkt – als kompletter Scorer ist er nur schwer zu verteidigen, braucht aber mit Blick auf die Belastung mehr Unterstützung. Allen voran von Alperen Şengün. Der Türke muss dafür aber den nächsten Schritt machen und v.a. von außen mehr Gefahr ausstrahlen.
Gleiches gilt für Amen Thompson – beide bilden zusammen mit Jabari Smith Jr. einen vielversprechenden Kern, der nun liefern muss.
Blick nach vorn
Die Rockets besitzen genug Qualität im Kader, um erneut 50+ Siege zu erreichen. Zwei Dinge sind dafür entscheidend. Einerseits die Gesundheit, klar. Andererseits der Dreier. Denn der war in der vergangenen Saison für heutige Verhältnisse kaum existent: Die Rockets trafen nur 11.5 Dreier pro Spiel. In den Playoffs waren sie bzgl. der Quote von Downtown sogar Schlusslicht.
Hierbei wird die Rückkehr von VanVleet ebenso helfen wie die Verpflichtung von Bogdanović und das hoffentlich massive Wurf-Trainingseinheiten für Thompson, Şengün & Co. im Sommer.
Fazit
Die Rockets gehen personell nahezu unverändert in die neue Saison – sind aufgrund der Rückkehrer und gegangenen Meter inkl. der Entwicklung bzw. Erfahrung im letzten Jahr allerdings stärker einzuschätzen und können daher positiv überraschen, zumal der Westen hinter den Spurs und Thunder ziemlich offen ist.
Bleiben sie gesund und agieren offensiv konstanter, ist der Sprung über die erste Playoff-Runde hinaus absolut realistisch. Endet die Saison dagegen früh, sieht der Kader im nächsten Sommer sicherlich anders aus.
