Teil 1: Die Einführung in einen Mehrteiler, der für die aktuelle und wieder einmal herausragende Ausgabe des GOTNEXXT Magazins als Artikel zu umfangreich war – passte einfach nicht. Und damit die Zeilen nicht im digitalen Nirvana verschwinden, sollen sie nun hier zu lesen sein. Ab die Post…
Die NBA wurde in den Achtziger Jahren überwiegend zu der Liga, wie Fans sie heute kennen. Das lag auch an den Expansions – so kamen fünf neue Teams dazu. Was General Cornwallis, die Liebe, ein Syndrom, das Warten auf einen Flug und die regionale Fauna damit zu tun hat?
Die Achtziger waren das Jahrzehnt von Larry Bird, Magic Johnson und deren spektakuläre sowie unterhaltsame Rivalität. Eine Rivalität, die garniert vom späteren Aufstieg Micheal Jordans zum Star die Popularität der NBA in ungeahnte Sphären trieb. Die Liga-Verantwortlichen rund um Commissioner Larry O’Brian und David Stern, der 1984 das Amt übernahm, erkannten die darin liegenden Chancen rechtzeitig und erweiterten die Liga um weitere Teams. So ergänzten im Laufe des Jahrzehnts fünf neue Teams den Spielplan der Liga – aus 22 Teams wurden 27. Wobei es hier ursprünglich andere Planungen gab, doch dazu an anderer Stelle mehr.
Damals wie heute haben Expansions nur ein Ziel: Sie erschließen neue Märkte. Denn neue Teams bedeuten noch mehr Menschen in den neu gebauten Hallen vor Ort, in den lokalen Fanshops mit neuem Merchandise im Einkaufskorb und vor den Fernsehgeräten der Nation. So auch in den Achtzigern. Vor allem letzteres erhielt 1982 durch den neuen und im Profisport so noch nicht dagewesenen TV-Vertrag einen weiteren Schub: Ganze 40 Spiele der Regular-Season und 10 Playoff-Spiele fanden ihren Weg ins Kabelfernsehen und brachten so die NBA einem breiteren Publikum näher. Für damalige Verhältnisse nahezu revolutionär.
Aber nicht nur die NBA hatte großes Interesse am Wachsen der Liga. Auch für vermögende Akteure mit ausgeprägten Geschäftssinn haben Expansions ihren Reiz – mit gezielten Investitionen erschlossen sie sich weitere Geschäftsfelder und erweiterten ihr Portfolio.
Durch dieses Zusammenspiel entstanden in den Achtzigern die basketballerischen Heimaten von vier späteren Meisterschaften, 92 Playoff-Teilnahmen und zahlreichen Hall of Famern. Kurzum: Die NBA und deren Fans durften 1980 die Dallas Mavericks, 1988 die Miami Heat und Charlotte Hornets sowie ein Jahr später die Orlando Magic und Minnesota Timberwolves begrüßen – Städte und Teams, die heute ganz selbstverständlich zum NBA-Kosmos gehören.
Warum fiel die Wahl auf die genannten Standorte, wer war treibende Kraft und warum heißen die Teams, wie sie heißen? Das folgt nun – step by step, Team für Team, klassisch chronologisch – also 1980 mit den Mavericks beginnend.
To be continued…
