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Kurz-Preview: Bucks

…von Patrick (Instagram, Bluesky)

Rückblick
Dies ist die jüngere Geschichte der Milwaukee Bucks seit dem Titelgewinn 2021 in aller Kürze: Ein Exit in den Conference-Semifinals 2022, seitdem flogen die Rehe stets in Runde eins raus. Gut, zumindest der neue NBA-Cup schmückt seit Dezember 2024 die Vitrine des Fiserv Forums. Mit Khris Middleton und Jrue Holiday verließen zwei wichtige Stützen der Championship die Franchise. Damian Lillard kam und ging wieder (später dazu mehr). Meistercoach Mike Budenholzer flog raus. Adrian Griffin kam, aber auch er flog nur ein halbes Jahr später raus. Trainer seitdem ist Doc Rivers. Die Ausbeute liest sich folglich sehr mager für ein Team, dass mit DPOY und MVP-Daueranwärter Giannis Antetokounmpo einer der Kronjuwelen der NBA im Roster besitzt.

Offeseason
Dass der Greek Freak mit einem Trade trotz aller Liebe für Milwaukee liebäugelt ist wohl kein Geheimnis mehr in dieser Liga. Noch nie wurde es so konkret wie in diesem Sommer, als ein potenzieller Deal mit den New York Knicks im Raum stand. Höchste Eisenbahn also für das Front-Office um GM Jon Horst, erneut bei der Rosterplanung „kreativ“ zu werden und den Griechen zu besänftigen. Zu den wichtigsten Re-Signings gehören Taurean Prince, Kevin Porter Jr., Jericho Sims, Gary Trent Jr. und natürlich Fanliebling Bobby Portis. Als Free-Agents kommen Gary Harris und Cole Anthony. Auch der Ex-Wizard Kyle Kuzma bleibt weiter an Bord. Kleine Randnotiz: Thanasis und Alex Antetokounmpo wurden verpflichtet und ergeben so das erste Brüdertrio in der NBA-Geschichte. Die Wings und Guards sind brauchbare Rollenspieler – aber nicht die Crème de la Crème in Cream City.

Das Experiment Giannis/Lillard ist unterdessen gescheitert. Der an der Achillessehne verletzte Lillard wurde gewaived und sein Gehalt über $113 Millionen wird bis 2030 gestreckt. Eine gewaltige Hypothek für die Buchhaltung der Bucks!

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Schlüsselspieler
Der Waiver von Lillard schaufelte jedoch in dieser prekären Lage Cap-Space frei, um den Schlüsselspieler der Bucks-Offseason zu holen. Myles Turner kommt aus Indiana als Ersatz für den alternden „Splash Mountain“ Brook Lopez. Turner spielte zuletzt Finals-Basketball und ist kein klassischer Rim-Protector, sondern eher ein Stretch-Big. Trotzdem gehörte er 2025 mit 2.0 Blocks pro Spiel zu den besten Shotblockern der Liga. Zudem zeigte er sich bei höherem Volumen stark verbessert von der Dreierlinie (39.6%). So ergibt sich die Möglichkeit. das Spielfeld breiter zu ziehen, damit der Greek Freak unterm Korb beasten kann. Das muss der Game-Plan sein – denn machen wir uns ehrlich: Der Grieche wird sich in seinem mittlerweile 13. Jahr in der NBA bei aller Dominanz nicht mehr zu einem gefürchteten Schützen entwickeln.

Blick nach vorn
Wo also stehen diese Bucks vor Beginn der Saison? Auf dem Papier ist die Rotation mit Giannis, Turner, Portis und Kuzma solide – mehr aber auch nicht. Zum Problem könnte die maue Besetzung auf den Guard-Positionen und der Bank werden, z.B. wenn Porter Jr. als potenzieller Starting-Guard den Ball mehr in die Hand bekommt und Entscheidungen treffen muss. Zudem bleiben weiterhin Fragezeichen, wie die Bucks ihre Late-Game-Execution unter Doc Rivers verbessern sollen, der nicht bekannt dafür ist, in Clutch-Situationen die klügsten Plays zu callen.

Fazit
Die Milwaukee Bucks 2025/26 sind das Musterbeispiel für ein „Make or Break“-Team. Und obwohl bei Milwaukee alles passen muss, um diese Saison überhaupt eine Titelchance zu haben (d.h. keine größeren Verletzungen, Giannis spielt auf MVP-Niveau, Turner fügt sich nahtlos ein, die Schützen treffen ihre Dreier) kann man Milwaukee in einem völlig neu geordneten Osten dennoch hinter Cleveland, New York und Orlando irgendwo zwischen Top 4 und Play-In einordnen. Bei allen Unklarheiten ist eine Sache so klar wie das Amen in der Kirche: Ein erneutes frühes Ausscheiden in der Postseason und der Greek Freak ist weg!
So, wie bereits dessen Familie: Seine Frau zog mit den vier Kindern mittlerweile nach Athen, während Giannis mit seinen Brüdern in Milwaukee bleibt. Vorerst.

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