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Kurz-Preview: Kings

…von Dan (Instagram, Bluesky)

Rückblick
Die Kings beendeten die Saison 2024/25 mit 40 Siegen und 42 Niederlagen, scheiterten wie so oft im Play-In und wirkten dabei wie gewohnt offensiv spektakulär, defensiv vogelwild. Mike Brown musste gehen, De’Aaron Fox packte seine Sachen und wechselte nach San Antonio – im Gegenzug kam Zach LaVine aus Chicago – und GM Monte McNair durfte ebenfalls seine Koffer packen. Also: Coach weg, Franchise-Player weg, GM weg – kurzum: Das ganz große Kings-Kino. Talent im Überfluss, Balance Fehlanzeige.

Offseason
Der prominenteste Neuzugang ist Dennis Schröder. Als frischgebackener Europameister und in der Nationalmannschaft gefeierter Anführer soll der Braunschweiger in Sacramento direkt starten und endlich für Ordnung auf der Spielmacher-Position sorgen. Dario Šarić und Drew Eubanks bringen zwar Tiefe aber keine große Qualität in den Kader – Jonas Valančiūnas durfte dagegen weiterziehen. Die Rookies Nique Clifford und Maxime Raynaud wurden geholt. Beide gelten als echte Steals, wobei vor allem Clifford wie eine sofortige Verstärkung auf dem Flügel wirkt. Doug McDermott bleibt, damit wenigstens einer Würfe nimmt, die aussehen wie Dreier. Immerhin: Man hat den Kader nicht endgültig finanziell an die Wand gefahren – immerhin.

(Klinck auf Bild = Weiterleiten auf spotrac.com)

Schlüsselspieler
Sabonis, LaVine und DeRozan bilden das Kerntrio – oder wie man in Sacramento sagt: „Bitte lasst uns diesmal nicht wieder die halbe Saison mit ISO-Ball verschwenden.“ Malik Monk ist gleichzeitig Fanliebling und wandelnder Trade-Block und bei Keegan Murray sowie Keon Ellis schwingt noch immer die große Hoffnung mit, dass wenigstens einer von beiden den nächsten Schritt macht. Schröder bringt Erfahrung, Attitude und Haltung – doch ob er wirklich das defensive Loch stopfen kann, bleibt fraglich. Wenn auf einen Rookie wie Clifford große Hoffnung ruhen, ist dies eigentlich nie ein gutes Zeichen für ein Teamkonstrukt.

Blick nach vorn
Das Ziel ist klar: Playoffs – und bitte diesmal nicht im Play-In versagen. Alles hängt davon ab, ob Christie es schafft, eine halbwegs funktionierende Defensive zu basteln und die Rollen klar zu verteilen. X-Faktoren sind die Rookies, die überraschend reif wirken und sofort helfen könnten – Clifford könnte am Ende sogar mehr Impact haben, als man es in Sacramento von einem Neuling gewohnt ist. Realistischerweise werden aber wieder Sabonis und Murray 82 Spiele schuften müssen, während DeRozan die Midrange-Show abzieht.

Fazit
Optimismus wirkt in Sacramento mittlerweile wie ein schlechter Witz. Ja, Sabonis und LaVine garantieren ordentliche Offense aber defensiv bleibt das Team eine Dauerbaustelle – und Schröder allein kann das nicht kitten. Im Westen reicht das bestenfalls für einen zermürbenden Kampf ums Play-In, wobei die Kings kaum über Mittelmaß hinauskommen. Eine Playoff-Teilnahme ist alles andere als sicher – eher ein Glücksspiel mit schlechten Quoten. Und ganz ehrlich: Das größte Geschenk für die Fans wäre wohl kein neuer Flügelspieler, sondern ein neuer Besitzer.

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