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Kurz-Preview: Nets

…von Keke (Instagram, Bluesky) und Kevin (Instagram, Bluesky)

Der gute Keke teilte hier auf dem Blog seine Eindrücke zu den Nets letzte Saison mit der Kolumne „Kekes Nets“ und war sogar selbst in Brooklyn, wie in Part III zu lesen war.

Rückblick
Nichts zu Verlieren – Hauptsache, ein Top 3 Pick kommt am Ende der Saison raus. So war die Meinung vieler Fans der Brooklyn Nets. Doch da muss das Team und der Vorstand erstmal mittmachen. Denn der Start in die Saison war viel zu gut, um am Saisonende in der Tabelle unten zu stehen. Das Team um Weltmeister (heute: Welt- UND Europameister) Dennis Schröder, Cam Thomas, Cameron Johnson und Nicolas Claxton spielten unter dem neuen Coach Jordi Fernandez einfach zu guten Basketball.

Veränderungen mussten her: Am 15. Dezember tradete man schließlich den gut aufgelegten Schröder zu den Warriors und bekam im Gegenzug Jungprofi Reece Beekman und den langzeitverletzten De’Anthony Melton. Weiter ging es am 29. Dezember, als Dorian Finney-Smith und Shake Milton für Maxwell Lewis und D’Angelo Russell getradet wurden – dazu bekam man von den Lakers noch drei Secondrounder. Abschließend verließ noch Ben Simmons via Buyout das Team. Die Saison beendete man im schwachen Osten auf Platz 12 mit einem Record von 26-56.

Offseason
Die startete direkt mit einer riesigen Enttäuschung: Platz 8 in der Draftlottery. Nicht das, was sich die Franchise und Fans erhofft hatten. Aber ok, die Nets haben fünf Firstrounder. Sean Marks wird da schon was machen, dachten viele. Ein Trade vielleicht? Pustekuchen. Sean Marks nutzte tatsächlich alle fünf Picks: Egor Demin an #8, Nolan Traore an #19, Ben Saraf an #26, Danny Wolf an #27 und an #22 zogen die Atlanta Hawks Drake Powell für die Nets.

Durch die Vertragsverlängerungen von Dayron Sharp und Ziaire Williams bleiben diese weitere zwei Jahre. Neu dazu gekommen ist Micheal Porter Jr., der durch einen Trade mit den Denver Nuggets nach Brooklyn kam. Denver erhielt im Gegenzug Cameron Johnson.
Die größte und am meisten besprochene Personalie war allerdings Cam Thomas. Die Brooklyn Nets und Thomas konnten sich nicht auf eine langfristige Verlängerung einigen. Nun hat der Guard einen Einjahresvertrag mit No-Trade-Klausel unterschrieben – danach ist er Unrestricted Free-Agent. Der endgültige Kader steht immer noch nicht fest, da die Nets zum heutigen Zeitpunkt noch zu viele Spieler im Kader haben.

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Schlüsselspieler
Eigentlich alle Rookies – dennoch liegt der Fokus vor allem auf Egor Demin. Der Mann, der im Draft für sehr viele überraschend an Position acht gezogen wurde, soll nun die Nets als Point-Guard lenken. Mit seiner Größe von 2.06m passt er perfekt in den heutigen Basketball: Übersicht, Ballhandling, Physis, Speed – er bringt vieles mit, was ein heutiger Guard braucht. Ein großes Fragezeichen gibt es bei seinem Shooting, obwohl es in der Summer-League solide aussah – aber die 33.3% bleiben ausbaufähig. Des Weiteren ist die Vorfreude auf Michael Porter Jr. groß – frei und losgelöst von allem kann er in Brooklyn frei aufzocken und vielleicht sogar ein neues Level erreichen.

Blick nach vorn
Tatsächlich ist es so, dass man keinen großen Ausblick geben kann. Es wird um nichts gehen. Geduld ist angesagt. Diese Saison wird es einzig und allein darum gehen, den Rookies und jungen Spielern im Kader Spielzeit zu geben. Man geht komplett ohne Erwartungen in die Saison. Wir werden das beste daraus machen, Spaß haben und eine hoffentlich positive Entwicklung des Teams sehen.

Fazit
Das fällt doch recht kurz aus. Nach der großen Enttäuschung in der Lottery und Draft selbst geht der Blick relativ schnell wieder nach vorne. Geduld, Zeit und Ruhe ist das, was man in Brooklyn nun braucht. Mit interessanten und jungen Spielern geht es nun in die Saison 2025/26. Auch wenn wir mit großer Sicherheit keine Post-Season spielen, werden wir es einfach genießen: We do it like always – The Brooklyn Way!

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