…von Dominik (Instagram)
Rückblick
Es macht wieder Spaß Rockets-Fan zu sein! Vor zwei Jahren noch im Keller des Westens, dann Schritt für Schritt zum Powerhouse. Bisheriger Höhepunkt ist die Breakout-Season 2024/25 mit 52 Siegen und Platz 2 im Westen. Ime Udokas defensiver Ansatz greift und der junge Kern blüht auf: Alperen Sengün wird erstmals Allstar und Amen Thompson beendet die Saison im All-Defensive-First-Team.
Wenn da nur nicht das bittere Aus in der ersten Playoff-Runde gegen die Warriors gewesen wäre. Am Ende fragt man sich natürlich, woran hat es gelegen? Erfahrung fehlte. Und Jalen Green: In der Regular-Season noch Topscorer tauchte er in dieser Serie fast komplett unter.
Offseason
Wer Erfahrung und verlässliches Scoring sucht, kommt an einem Namen nicht vorbei: Kevin Durant. In einem historischen Sieben-Team-Trade gaben die Rockets nicht nur mehrere Zweitrunden-Picks und den 10. Pick im NBA-Draft 2025 ab, sondern schickten u.a. Jalen Green und Dillon Brooks nach Phoenix. Im Gegenzug kam mit Clint Capela ein erfahrener Kandidat für die Big-Man-Rotation und eben Kevin Durant.
Doch die Offseason der Rockets ist vielmehr als nur Kevin Durant. Mit Dorian Finney-Smith holte Houston einen der besten Spieler der vergangenen Free-Agency, der als 3&D-Spieler genauso gut ins Konzept Udoka passt wie Josh Okogie, der sich ebenfalls den Rockets anschließt.
Fred VanVleet verlängerte für zwei weitere Jahre und wichtige Rollenspieler wie Steven Adams oder Jae’Sean Tate sowie Jungprofi Jabari Smith Jr. wurden mit teamfreundlichen Verträgen ausgestattet.

Schlüsselspieler
Vor ein paar Wochen hätte ich noch gesagt Kevin Durant. Mit 37 Jahren immer noch ein wandelnder Bucket und jede Menge Playoff-Erfahrung. Doch spätestens nach Sengüns EuroBasket-Gala führt kein Weg mehr an ihm vorbei. Er führte die Türkei in Punkten, Rebounds und Assists an und schrieb als jüngster Spieler mit einem Triple-Double EuroBasket-Geschichte. Bleibt er auf diesem Level ist er nicht nur die Zukunft der Rockets, sondern schon jetzt das Gesicht der Franchise.
Blick nach vorn
Die Rockets wollen den Titel und Durant soll das fehlende Puzzleteil sein. Doch dann der Schock: Kreuzbandriss bei VanVleet, Saisonaus. Auf einmal stehen die Rockets ohne Starting Point-Guard da – müssen sogar Cap-Space freischaufeln, um überhaupt nochmal in der Free-Agency aktiv werden zu können.
Optionen? Reed Sheppard wäre die interne Lösung, Ben Simmons und Quentin Grimes mögliche Kandidaten auf dem Markt. Und auch Basketballromantiker träumen schon: Eine Reunion von KD und Russell Westbrook für einen letzten gemeinsamen Title-Run.
Fazit
Der junge Kern der Rockets hat Playoff-Erfahrung gesammelt, die Defense sitzt. Und mit Kevin Durant haben sie endlich einen premium Shot-Creator für die Crunchtime. Der VanVleet-Ausfall tut zwar weh, ein Playoff-Run bleibt trotzdem Pflicht. Wie tief hängt davon ab, ob das Front-Office rechtzeitig den Plan B für die Point-Guard-Position findet.
