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Kurz-Preview: Magic

…von Ramon (Instagram, Bluesky)

Rückblick
Die Orlando Magic haben in der vergangenen Saison bewiesen, dass sie kein Aufbauprojekt mehr sind, sondern ein ernstzunehmender Faktor im Osten. Mit einer 41:41-Bilanz sicherte sich das Team von Coach Jamahl Mosley trotz zahlreicher Verletzungssorgen den Division-Sieg und erreichte über das Play-In die Playoffs. Dort war allerdings gegen die Boston Celtics nach fünf Spielen Endstation. Die Saison glich einer Achterbahnfahrt: Schwache Phasen im Winter, ein starker Schlussspurt im April – am Ende blieb der Eindruck, dass Orlando zwar eine solide Basis hat, aber weiterhin Probleme in der Offense zeigt.

Offseason
Genau dieser fehlende Baustein könnte im Sommer gefunden worden sein. Mit dem Trade für Desmond Bane setzten die Magic ein Ausrufezeichen. Der schussstarke Guard soll die lange vermisste verlässliche Gefahr von außen bringen – bezahlt wurde dafür ein hoher Preis in Form mehrerer Erstrundenpicks. Zudem kam mit Tyus Jones einer der verlässlichsten Floor-Generals der Liga, um die Ballverteilung zu stabilisieren. Auch der Kern bleibt zusammen: Franz Wagner als frisch gebackener Europameister, Rückkehrer Jalen Suggs und der aktuell verletzte Moritz Wagner sind weiterhin an Bord, während Paolo Banchero seine Zukunft langfristig in Orlando besiegelt hat. Der junge Star unterschrieb eine Max-Verlängerung über bis zu $287 Millionen.

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Schlüsselspieler
Die gibt es bei den Magic reichlich: Banchero als Gesicht der Franchise, Wagner als vielseitiger Flügel und nun Bane als dringend benötigter Shooter. Gerade die Kombination von Bancheros Vielseitigkeit und Banes Spacing verspricht die Offense auf ein neues Level zu heben. Jones könnte dabei zum unterschätzten X-Faktor werden, weil er mit Ruhe und Spielübersicht die jungen Stars entlastet. Neben den etablierten Leistungsträgern lohnt sich der Blick auf die möglichen Breakout-Spieler. Jalen Suggs hat sich bereits als kompromissloser Verteidiger etabliert, könnte aber auch offensiv den nächsten Schritt gehen und mehr Verantwortung im Backcourt übernehmen. Tristan da Silva bringt mit seiner Kombination aus Spielintelligenz, Wurfstärke und defensiver Flexibilität das Rüstzeug mit, sich noch mehr in die Rotation zu spielen, als viele erwarten – bereits bei der EM zeigte er, wie gut er auf ganz großer Bühne sein kann.
Und auch Anthony Black könnte dank seiner Größe, Vielseitigkeit und verbesserten Offense ein heimlicher X-Faktor werden. Zusammen bilden sie ein Trio hinter den Stars, das die Magic-Entwicklung entscheidend beschleunigen könnte.

Blick nach vorn
Optimismus ist angesagt: Orlando hat alle Zutaten, um sich von einem Play-In-Team zu einem festen Playoff-Starter zu entwickeln. Realistisch ist ein Platz unter den Top 6 der Eastern-Conference – und vielleicht sogar mehr, wenn Chemie und Gesundheit mitspielen. Entscheidend wird sein, wie schnell sich die Neuzugänge integrieren und ob die Magic ihr defensives Fundament halten können, während die Offense an Schlagkraft gewinnt.

Fazit
Die Magic sind kein Geheimtipp mehr, sondern eine Mannschaft, die den nächsten Schritt erzwingen will. Mit Mut auf dem Transfermarkt, einem klaren Kern um Banchero und Wagner sowie neuer Feuerkraft durch Bane könnte Orlando 2025/26 vom Außenseiter zum echten Herausforderer im Osten wachsen. Und das mit neuem „Swag“, um Moritz Wagner zu zitieren:

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