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KEKEs Nets, Part II

von Keke (bsky: @handschuhkaiser.bsky.social)

Ich könnte gerade nicht begeisterter sein: Sitze hier am Sonntagabend auf der Couch, schaue Nets vs. Magic und D-Lo ist zurück in Brooklyn. Ja, es ist so einiges passiert seit dem letzten Mal. Cam Thomas fehlte ungefähr einen Monat, Dennis Schröder spielt mittlerweile in San Francisco bei den Warriors und Dorian Finney-Smith schnürt nun seine Sneaker in der gleichen Kabine wie LeBron James. 

Schauen wir uns die Trades mal genauer an. 

Mitte Dezember kam es zum ersten Trade: Brooklyn sendet Dennis Schröder und einen Secondround-Pick zu den Golden State Warriors und im Gegenzug erhalten sie De’Anthony Melton, TwoWay-Guard Reece Beekman sowie drei zukünftige Secondround-Picks. Auf den ersten Blick ist es in meinen Augen zu wenig für Dennis, zumal Melton die ganze Saison ausfällt. Allerdings läuft der Vertrag von Dennis aus, also sind drei Picks schon irgendwie in Ordnung. Persönlich finde ich es sehr schade: Dennis hat super nach Brooklyn gepasst und Brooklyn passt super zu Dennis.

Schließlich kam es dann zum Trade zwischen den Lakers und den Nets. Die Lakers schicken D’Angelo Russell, Maxwell Lewis und drei Secondround-Picks nach Brooklyn – nach LA werden DFS und Shake Milton geschickt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es zu diesen Trades kommt. Mal sehen wann es bei Cam Johnson soweit ist.

Ende November standen die Nets mit einer Bilanz von 9-10 viel zu gut da für das, was man diese Saison erreichen möchte. Aktuell stehen sie mit 13-21 auf Platz 12 im Osten – schon eher das, was vor der Saison erwartet wurde. Allerdings ist es nicht so, dass die Spiele einfach hergeschenkt werden. Nein, es wird bis zum Schluss gefightet. Technische Fouls für den Coach und die Spieler sind keine Seltenheit und sprechen für deren Ehrgeiz – niemand gibt auf. Auch wenn der Ausgang vieler Spiele am Ende klar ist, zeigt der junge Kern oft was man von ihm erwarten kann. Mal ist es Tyrese Martin mit acht Dreiern gegen die Suns, mal ist es Claxton mit 21 Punkten gegen die Bucks. Nicht zu vergessen die grandiose Saison von Cam Johnson mit durchschnittlich 19.3 Punkten bei 43.2% von Downtown.

Dennoch befindet sich Brooklyn auf dem Weg ins untere Tabellendrittel. Dort, wo die Picks für Cooper Flagg, Ace Bailey, Dylan Harper, VJ Edgecombe und Co. verteilt werden. Es ist noch ein langer Weg bis zur Draftnight 2025 – man kann bei der aktuellen Entwicklung aber sagen, dass jede Niederlage ein Gewinn ist. 

Wenn man überlegt, dass die Brooklyn Nets nach dem Abgang von KD und Irving quasi vor dem Nichts gestanden haben, kann man Sean Marks einmal mehr dazu gratulieren, was er mittlerweile auf die Beine gestellt hat. Wir haben wieder eine Zukunft, eine Menge Draftpicks inkl. eigener (15 Firstround- und 16 Secondround-Picks in den nächsten sieben Jahren), einen jungen Kern, einen tollen Coaching-Staff sowie auslaufende Verträge. Ein schönes Gesamtpaket.

Jordi Fernandez bringt auch immer mehr den jungen Kern in den Fokus: Keon Johnson (22), Noah Clowney (20), Jalen Wilson (24), Tyrese Martin (25) – nicht zu vergessen Nic Claxton (25) und Cam Thomas (23).

Kommen wir nochmal zu Noah Clowney und Jalen Wilson: Beide spielen in dieser Saison eine größere Rolle. Vor allem Noah hat sich zu einem soliden Starting-Forward entwickelt – aktuell legt er in durchschnittlich 20.4 Minuten 8.7 Punkte pro Spiel auf. Dazu holt er 3.6 Rebounds und ist auch defensiv als Ringbeschützer sehr aktiv. Und: Er trifft sein Dreier besser als letztes Jahr (38.7% vs. 36.4%).

Auch Jalen Wilson hat nochmal einen Schritt nach vorne gemacht und sein Spiel in allen Aspekten verbessert.

In dem Sinne bis zum nächsten mal.

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