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Die Offseason der…Lakers

von Maxx (Twitter/X: @MaxxSportzNBA)

Herausforderungen

Wie jedes Jahr waren die Erwartungen an die Lakers-Offseason hoch. Man hörte zahlreiche Gerüchte über einen möglichen Trade für einen dritten Star an der Seite von LeBron James und Anthony Davis: Klay Thompson, Donovan Mitchell, DeMar DeRozan. Am Ende kam keiner. Aber auch viele Free-Agents wurden mit dem Team aus Purple & Gold in Verbindung gebracht. Letztendlich mussten Lakers-Fans zusehen, wie alle einigermaßen namhaften Spieler bei der Konkurrenz Platz fanden – sei es ein Gary Trent Jr., ein Caleb Martin oder auch zuletzt ein Tyus Jones.
Und dann blieb da lange Zeit die Frage nach einem neuen Trainer, die man letztendlich mit JJ Redick beantwortete. Wie gut das funktionieren wird, kann man gerade noch schwer abschätzen. JJ Redick hat bisher noch keine Assistenten- oder Headcoach-Position durchlaufen.

Zugänge

Die Cap-Situationen der Lakers war natürlich verzwickt und dennoch wäre die Möglichkeit da gewesen, sich punktuell zu verstärken. LeBron wartete sogar einige Tage mit seiner Verlängerung, um den Lakers mehr Flexibilität einzuräumen. Nach wenigen Tagen des Wartens unterschrieb er dann für 2 Jahre (1+1) und $101 Millionen, um die Lakers zumindest unter der 2nd Apron zu halten (Apron-Tracker von spotrac.com). Sehr gnädig!
D’Angelo Russell zog seine Player-Option und Max Christie bekam eine Verlängerung von 4 Jahren und $32 Millionen. Alle anderen Verträge haben noch 2-4 Jahre Laufzeit. Das führt uns eigentlich auch gleich zu den Neuzugängen, die dieses Jahr ausschließlich aus dem Draft kommen.
Mit Dalton Knecht hat man einen der besten Knock-Down-Shooter der Draft-Class abgreifen können, was tatsächlich wohl das Highlight dieser Lakers-Offseason bleibt. Er kann dem Team definitiv helfen und auch ein JJ Redick – als ehemaliger Movement-Shooter – wird sich sicher etwas überlegen, wie man ihn in Off-Actions konstant an die Dreier-Linie bekommt oder als Cutter zum Korb einsetzt.

Der andere Neuzugang wäre dann Bronny James. Die Summer-League lief durchwachsen und dennoch war zum Ende bereits eine Steigerung zu erkennen. Bronny wird sicher keine große Rolle in der Rotation spielen – es wird noch dauern bis er konstant NBA-Minuten abreißen kann, ohne ein Minusspieler zu sein.

Abgänge

Viele Abgänge mussten die Lakers nicht verzeichnen. Taurean Prince hat sich als Free-Agent den Bucks angeschlossen. Damit verlieren die Lakers einen 40%-Dreierwerfer, der zudem mit 78 absolvierten Spielen und 27 Minuten im Schnitt sehr zuverlässig war. Das tut besonders in Anbetracht der berechtigten Verletzungssorgen der Lakers weh. Mit Cam Reddish, Jarred Vanderbilt und Gabe Vincent hatte man letzte Saison drei Dauerverletzte. Eigentlich könnte man schon fast sagen, dass die Lakers mit Vando und Gabe kommende Saison zwei Neuzugänge bekommen.

Bewertung und Blick nach vorn

Alles an diesem Kader schreit nach Mittelmaß. Eine Top 6 Platzierung und die direkte Teilnahme der Playoffs wäre wohl das Best-Case-Szenario. Die Fallhöhe ist dafür umso größer. Wie funktioniert JJ Redick als neuer Headcoach? Kriegen die Lakers von LeBron (71 Games) und Anthony Davis (76 Games) nochmal eine so konstante Saison? Man hat keinen Spieler dazu geholt, der dir in den Playoffs wertvolle Minuten geben kann.

Die Hoffnung bleibt auf dem Comeback von Gabe Vincent und Jarred Vanderbilt. Spieler wie Christian Wood und Jaxson Hayes sind in der Postseason nicht wirklich spielbar – hier hat man nicht nachgebessert. Mit Prince hat man zudem Shooting verloren und im Backcourt ist man defensiv immer noch zu schwach aufgestellt. Das sind verdammt viele Fragezeichen für ein Team, das an sich selbst den Mindestanspruch Playoffs hat und dort im Optimalfall competen möchte.

Fazit: Die Liga hat aufgerüstet und die Lakers haben dabei zugesehen.

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