von Miguel (Twitter/X: @MiguelZen1)
Herausforderungen
Nach einer enttäuschenden Saison hat man sich entschieden, für das neue Jahr einen anderen Weg zu gehen. Frank Vogel musste gehen, dafür ist jetzt der Championship-Coach der Milwaukee Bucks, Mike Budenholzer, neuer Headcoach. Budenholzer stand bisher immer für eine gute Defense und tolle Regular-Season. Frank Vogel aber auch – mal sehen wie sich das dann kommende Saison zeigt.
Den ganzen Sommer gab es immer mal Spekulationen, ob die Suns was großes bezüglich des Spielermaterials machen (Trade von KD, Beal oder Booker). Am Ende des Tages hat man allerdings, wie eigentlich erwartet, nichts gemacht und versucht mit diesem Core und wenigen kleinen Adjustments eine bessere Saison zu spielen.
Zugänge
Zu diesen Adjustments gehört vor allem Tyus Jones, den man sich relativ spät in der Free-Agency für die kommende Saison geholt hat. Jones hat laut eigener Aussage eine Startingrolle bei den Suns versprochen bekommen. Das lässt dann natürlich Fragen offen, wie die neue Starting-LineUp aussehen wird. Booker, Durant und Jusuf Nurkić (mangels Alternativen) sind auf jeden Fall gesetzt. Daneben gibt es vier Spieler für zwei Positionen. Jones, der anscheinend starten soll. Dazu Bradley Beal, der eine Rolle von der Bank bisher nicht kannte; Grayson Allen, der vor den Playoffs mit einem schönen Vertrag nach einer sehr guten Saison ausgestattet wurde und Royce O‘Neale, den die Suns gehalten haben und der in den vergangenen Playoffs quasi der fünfte Starter war. Für jede Alternative gibt es Argumente – das ist dann die Aufgabe von Coach Budenholzer und seinem Staff es entscheiden zu müssen.
Neben Jones kamen noch Monte Morris als BackUp-Guard, und Mason Plumler als BackUp-Center dazu. Es wird erwartet das beide als BackUps in der Rotation sind. Die Verträge von Bol Bol und Josh Okogie wurden verlängert – die werden je nach Gegner auch wieder zur Rotation gehören. In der Draft kamen Defensivspezialist Ryan Dunn und Oso Ighodoro. Ebenso kommt Jalen Bridges als undrafted Free-Agent. Gerade Dunn darf sich sicherlich hier und da auf eine spannende Rolle gefasst machen. Ihm fehlt leider jegliche Offense, was das ganze schwieriger macht.
Abgänge
Nennenswerte Abgänge sind Drew Eubanks, Eric Gordon und David Roddy (im Trade mit E.J. Liddell).

Bewertung und Blick nach vorn
Da die Suns im Second-Apron (Apron-Tracker von spotrac.com) sind und generell die Pick- und Asset-Situation dürftig ist, wird es schwer, sich vernünftig während der Saison verstärken zu können. Dafür sind die Verträge von Nassir Little und eventuell sogar Royce O‘Neale da, falls man gewisse Pakete schnüren möchte. Insgesamt haben die Suns sich verstärkt. Tyus Jones ist über Jahre ein guter, verlässlicher Point-Guard – ob als Starter oder BackUp – in der Liga gewesen und füllt eine Lücke, die die Suns letzte Saison auf der Position hatten. Mit Monte Morris hat man gleich noch einen vernünftigen BackUp geholt und auch Plumlee hat gute Voraussetzungen, ein Upgrade zu Drew Eubanks zu sein.
Das Team ist flexibler aufgestellt und kann jetzt eine wirklich ordentliche 8er bzw. 9er Rotation in den Playoffs auf den Court bringen. Schwachstelle bleibt weiterhin die Starting-Center-Position, da Jusuf Nurkić in manchen MatchUps maßlos überfordert wirkte. Eventuell bekommen wir dieses Jahr doch öfter Kevin Durant auf der Position, auch wenn Budenholzer bisher nicht dafür stand. Defensiv ist das Team weiterhin keins, das zu den besten der Liga gehören sollte, aber in Kombination mit Mike Budenholzer sollte das nicht zu schlimm werden.
Also: in der Theorie deutlich besser – wie es in der Praxis aussieht, wird man dann in ein paar Monaten sehen.
